Klosterfreunde jetzt auch online

08.02.2012

Ein „segensreiches Wirken“ attestiert Gregor A. Zumholz den Kapuzinern, seit sie 1659 nach Werne kamen. Dieses Wirken in Zeiten fehlenden Nachwuchses im Orden zu unterstützen, ist Ziel des vor vier Monaten gegründeten „Freundeskreises Kapuzinerkloster Werne“, dessen Vorsitzender er ist.

Werne
Gregor A. Zumholz, Vorsitzender des „Freundeskreises Kapuzinerkloster Werne“, stellt die Homepage vor.

Mittlerweile sei der Freundeskreis als gemeinnütziger Verein anerkannt worden, erzählt Zumholz – und er ist jetzt mit einer eigenen Seite im Internet vertreten. Unter der Adresse freundeskreis-kapuzinerkloster-werne.de finden Interessierte Infos und Ansprechpartner, und sie können auch eine Beitrittserklärung herunterladen.

Denn aktuell, bevor zum Beispiel im Frühjahr wieder die Gartensaison beginnt, geht es den Aktiven darum, möglichst viele Mitstreiter zu finden. 45 sind es derzeit. Eine Zahl zwischen 50 und 100 hält Zumholz für möglich und für wünschenswert. Gefragt sind Menschen, die tatkräftig in den fünf Beiräten mitarbeiten möchten, aber auch Unterstützer, die mit ihrem Mitgliedsbeitrag von mindestens zwölf Euro im Jahr oder Spenden ihre Solidarität zeigen möchten.

Wie berichtet, ging die Initiative zur Gründung des Freundeskreises von der Kolpingfamilie Werne aus, deren Mitglieder schon bis dato in den alten Klostermauern Reparaturarbeiten und ähnliches verrichteten. Viele, aber nicht alle Vereinsmitglieder, kommen über diese Schiene.

Vorsitzender Zumholz etwa nahm einen anderen Weg. In Werne geboren, blickte er schon von seinem Kinderzimmer hinunter in den Klostergarten. Er wurde nach seiner Erstkommunion Messdiener im Kloster, engagierte sich später als Jugendleiter, der Kontakt zu den Kapuzinern und ihren Freunden riss weder während seines Studiums noch im Zuge seiner Berufsausübung ab.

Seit 1968 spielt Zumholz die Orgel im Kloster, zudem leitet der vierfache Vater, der als Grundschulleiter in Hamm arbeitet, den Klosterchor. Es sei das „Gefühl des Angenommenseins“, das er mit dem Kloster, seinen Bewohnern und Unterstützern verbinde, sagt der 62-Jährige – und wenn er sich an früher erinnere, so kämen ihm Bilder vom Bibliotheks-Umbau in den 1960er Jahren in den Sinn, als die Bücher in Schubkarren über die Flure gerollt wurden, und vom großen Klosterumbau Anfang der 80er Jahre, bei dem er wie so viele andere geholfen habe.

Die Verbundenheit mit dem Kloster kennt viele Facetten. Jetzt sind die Freunde als Verein aktiv und bekommen selbst Unterstützung. „Es sind einige Spenden eingegangen, auch größere“, so Zumholz. So habe vor drei Wochen im flözK ein Konzert stattgefunden, dessen Erlös zu 100 Prozent in die Vereinskasse geflossen sei.

Mit Guardian Pater Wolfgang ist Zumholz im Gespräch. In den nächsten Tagen ist ein Treffen mit den für die Beiräte Verantworlichen geplant, um die Arbeiten, die künftig gemacht werden müssen, abzustimmen. Es sind Renate Ostrop (Bereich Denkmal), Josef Gärtner (Garten), Christoph Böckenbrink (Handwerk) und Norbert Schmid (Hausteam). Für den Bereich Jugend ist noch kein Name im Internet aufgeführt, es gebe aber bereits einen Interessierten, so Zumholz. Um die Erstellung der Homepage hat sich Vereinsmitglied Reinhard Schulz gekümmert; Kosten dafür seien nicht entstanden, freut sich der Vorsitzende. ▪ am

Westfälischer Anzeiger, 08. Februar 2012

Verein nimmt Arbeit für das Kapuzinerkloster auf

 
 

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