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30. Juli 2025

Einladung zum Genuss und Aufruf zur Verantwortung

Fast 100 Pflan­zen wach­sen im klei­nen Gar­ten der Kapu­zi­ner in Alas­sio. Bru­der Remo Lupi (63) pflegt sie mit Lei­den­schaft. Die Pflan­zen sind eine Ein­la­dung, die Schön­heit der Schöp­fung zu genie­ßen. Gleich­zei­tig rufen sie zur Ver­ant­wor­tung gegen­über der Schöp­fung auf.

Das klei­ne Kapu­zi­ner­klos­ter im ita­lie­ni­schen Alas­sio liegt direkt am Strand. Die Stadt, an der ligu­ri­schen Rivie­ra zwi­schen Genua und Niz­za gele­gen, ist ein Tou­ris­ten­ma­gnet, seit vor 150 Jah­ren die Bri­ten den Ort für sich ent­deckt haben. Hier, wo sich im Som­mer die Ein­woh­ner­zahl ver­acht­facht, hat ein Kapu­zi­ner die Außen­an­la­gen des Klos­ters in ein klei­nes Para­dies verwandelt.

Bru­der Remo Lupi ist Lai­en­bru­der, 63 Jah­re alt und aktu­el­ler Guar­di­an der Klos­ter­ge­mein­schaft. Sei­ne reli­giö­sen Bücher sind bekannt in Ita­li­en. Im Jahr 2007 hat er hier sein Pro­jekt „Son­nen­ge­sang“ ver­wirk­licht. In 160 Blu­men­töp­fen wach­sen fast 100 ver­schie­de­ne Pflan­zen und Kräu­ter, deren Far­ben und Duft die vor­bei­zie­hen­den Tou­ris­ten ver­zü­cken. Alles ist fein säu­ber­lich mit der latei­ni­schen bota­ni­schen Bezeich­nung ver­se­hen, die Töp­fe tra­gen außer­dem Schil­der mit dem ita­lie­ni­schen Namen. Mit­ten­drin eine Tafel mit dem Text des Son­nen­lie­des, das der hei­li­ge Fran­zis­kus vor 800 Jah­ren ver­fasst hat. Br. Remo ist über­zeugt: „Die Bewah­rung der Schöp­fung ist der ein­zi­ge Weg, wenn wir eine Zukunft haben wollen!“

Für Br. Remo Lupi sind sei­ne Pflan­zen ein Lächeln für alle, die an dem Klös­ter­chen vor­bei­zie­hen: „Die Men­schen erzäh­len mir, dass sie sich beim Anblick der schö­nen Blu­men ent­span­nen.“ Der Kapu­zi­ner ver­bringt täg­lich meh­re­re Stun­den in sei­nem Gärt­chen, um die Pflan­zen zu gie­ßen, Blät­ter zu ent­fer­nen und tro­cke­ne Blü­ten weg­zu­schnei­den. Gele­gen­heit, um mit Men­schen ins Gespräch zu kommen.

Die einen erbit­ten gärt­ne­ri­sche Rat­schlä­ge, die ande­ren kom­men über die reli­giö­sen Impul­se ins Gespräch, die er ange­bracht hat. Manch­mal zeigt er dann sei­nen Gesprächs­part­nern das Kreuz, das er aus einem Ficus ben­ja­mi­na geformt hat. Oder er erklärt den Namen der Pas­si­ons­blu­me, den Jesui­ten Anfang des 17. Jahr­hun­dert geprägt haben sol­len, weil man in der Blü­te die Dor­nen­kro­ne Jesu erken­nen kann und die Nägel, mit denen er ans Kreuz geschla­gen wur­de. Je nach Jah­res­zeit gibt es unter­schied­li­che Pflan­zen zu sehen und zwi­schen der Pracht der Natur ent­de­cken die Vor­bei­ge­hen­den immer neue Impul­se, die sich auf klei­nen Tafeln verbergen.

In sei­nem Büch­lein „Mut­ter Erde, Bru­der Son­ne, Schwes­ter Was­ser – Refle­xio­nen zur Bewah­rung der Schöp­fung“ (hier auf ita­lie­nisch) erin­nert Br. Remo dran, dass der hei­li­ge Fran­zis­kus inspi­riert war, „von der Bibel, dem Buch des Wor­tes Got­tes, und von der Schöp­fung, dem Buch der Taten Got­tes“. Der Pover­el­lo von Assi­si lehrt uns, so schreibt er, alle Geschöp­fe zu respek­tie­ren, denn sie beglei­ten unser Leben und öff­nen uns die Augen für die Schön­heit der Schöpfung.“

Zum 800. Jubi­lä­um des Son­nen­ge­sangs, den Franz von Assi­si 1225 ver­fasst hat, strahlt der Gar­ten von Bru­der Remo Lupi beson­ders. „Die Blu­men ver­schö­nern unser Leben: äußer­lich wie innerlich.“

Text: Br. Hel­mut Rakowski

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