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31. August 2026

Drei Postulanten beginnen Ausbildung im Kapuzinerkloster Frankfurt

Zum Juli haben drei jun­ge Män­ner im Kapu­zi­ner­klos­ter Frank­furt den ers­ten Schritt in den Kapu­zi­ner­or­den gemacht. Das Pos­tu­lat ist eine Pha­se des gegen­sei­ti­gen Kennenlernens.

Drei jun­ge Män­ner sind ins Pos­tu­lat der Kapu­zi­ner ein­ge­tre­ten. Anfang Juli star­te­ten Simon Bisch­off (34), Ste­phan Klubertz (23) und Bran­dolf Ben­ja­min Cace­res Royong (31) in das ers­te Aus­bil­dungs­jahr im Kapu­zi­ner­klos­ter Frankfurt.

Das Pos­tu­lat ist der ers­te Schritt in den Orden, eine Art Ken­nen­lern­pha­se, in denen die Pos­tu­lan­ten mit dem Leben als Kapu­zi­ner ver­traut wer­den (es folgt das Novi­zi­at). „Der Fokus die­ses Pos­tu­lats­jah­res liegt auf der Selbst­re­fle­xi­on, der Chris­tus­be­zie­hung und dem Blick für die Armen in der Welt“, sagt Br. Jens Kusen­berg, der Pos­tu­lats­lei­ter der Deut­schen Kapu­zi­ner­pro­vinz mit Klös­tern in vier Län­dern ist.

Das Kapu­zi­ner­klos­ter Frank­furt ist ein Ort, an dem die jun­gen Män­ner mit der Rea­li­tät der Stadt­ge­sell­schaft mit Migra­ti­on und Armut und der Säku­la­ri­sie­rung in Bezie­hung tre­ten. Die Pos­tu­lan­ten kön­nen sich in die leben­di­ge Kapu­zi­ner­ge­mein­schaft mit ihren viel­fäl­ti­gen seel­sorg­li­chen Auf­ga­ben vor Ort ein­fin­den und auch das sozia­le Enga­ge­ment in der Fran­zis­kus­treff-Stif­tung kennenlernen.

Die Pos­tu­lats­auf­nah­me fand im Brü­der­kreis im Rah­men der Ves­per statt. Vier Din­ge über­gab Br. Jens den drei Pos­tu­lan­ten: ein höl­zer­nes Tau­kreuz, das Gebet­buch „Suche!“, die Schrif­ten des hei­li­gen Fran­zis­kus und ein lee­res Tagebuch.

In sei­ner Pre­digt beton­te Br. Jens, dass der geist­li­che Weg als Kapu­zi­ner vor allem eins vor­aus­setzt: die Sehn­sucht nach Gott und die Bereit­schaft, hin­zu­hö­ren. „Die Beru­fung zum Kapu­zi­ner ist kein Auf­stieg auf einen Thron, son­dern ein Weg nach unten: hin­ein in die Schlicht­heit, hin zu den Men­schen an den Rän­dern, hin zu den eige­nen Schwächen.“

Der hei­li­ge Fran­zis­kus habe das Evan­ge­li­um nicht stu­diert, um klug zu wer­den, son­dern um es mit dem Her­zen und den Hän­den, ganz zu leben und zu tun. „Er woll­te dem armen und gekreu­zig­ten Chris­tus ganz nahe sein, in Ein­fach­heit, Geschwis­ter­lich­keit und tie­fer Freu­de.“ Zu die­sem Weg der Nach­fol­ge gehört Ver­trau­en und die Gemein­schaft im Orden: „Ihr geht nicht allein, die Gemein­schaft trägt euch. Habt Ver­trau­en in den Herrn, der euch geru­fen hat. Er wird euch Wachs­tum schenken.“

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