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20. März 2026

Fastenzeit: Weniger Ansprüche, mehr Beziehung

In der Fas­ten­zeit geht es nicht nur dar­um, auf Süßig­kei­ten zu ver­zich­ten. Viel­mehr kann das Spü­ren eines Man­gels hel­fen, die Sehn­sucht nach Gott zu ver­tie­fen und die Sin­ne zu öff­nen. Ein Impuls von Br. Romu­ald Hülsken. 

Fas­ten ist wie­der in. Zu Beginn die­sen Jah­res ver­öf­fent­lich­te eine Gesund­heits­kas­se in Deutsch­land eine Stu­die, die deut­lich macht, dass eine gro­ße Mehr­heit der befrag­ten Men­schen unter 30 in der vor­ös­ter­li­chen Fas­ten­zeit sehr wohl bereit ist, auf Fleisch, Süßig­kei­ten oder Alko­hol zu ver­zich­ten. In der gro­ßen Fül­le von Ange­bot und Kon­sum im Inter­net, in den Aus­la­gen der Geschäf­te und im Restau­rant stel­len sich vie­le die Fra­ge: Braucht es die­ses gro­ße Ange­bot?  Lenkt es mich nicht eher ab? Führt es mich wirk­lich weiter?

Beim Fas­ten geht es für Chris­ten neben Schlank­heits- und Gesund­heits­fra­gen auch um eine reli­giö­se Moti­va­ti­on. Gott kommt ins Spiel und soll im All­tag mehr Raum bekom­men. Bewusst einen Man­gel spü­ren: Das kann hel­fen, der Sehn­sucht nach Jesus Chris­tus ein Emp­fin­den zu geben, die Sin­ne zu öff­nen und ande­re Ein­drü­cke zu zulassen.

Wer ver­zich­tet, lässt von Ansprü­chen ab und tritt acht­sam in Bezie­hung mit der Mit­welt. Wer sich frei­wil­lig ein­schränkt, kommt unwill­kür­lich denen näher, die unfrei­wil­lig hun­gern und dürs­ten. Und davon sind auf unse­rem Pla­ne­ten min­des­tens 700 Mil­lio­nen Men­schen betroffen.

Aus der Fähig­keit zu ver­zich­ten, dar­aus ent­steht „ein grö­ße­res Gut zum Wohl der ande­ren“, sag­te Papst Fran­zis­kus ein­mal in einem Inter­view. Die Aske­se hilft uns, zu einer neu­en Hal­tung des Mit­ein­an­der-Tei­lens zu fin­den. In rück­sichts­vol­ler und umfas­sen­der Weise.

Für unse­ren Ordens­va­ter, den hei­li­gen Fran­zis­kus, ist das Fas­ten ein Aus­druck der Armut, und dar­in hat er Jesus Chris­tus gefun­den. Viel­leicht kann dies auch für uns ein Ansatz sein, sich neu auf den Weg mit Gott zu machen und ihn zu ent­de­cken. Wenn ich fest­stel­le: Ich muss nicht das neu­es­te Han­dy haben, den letz­ten Mode­trend mit­ma­chen und eine beson­de­re Scho­ko­la­de geges­sen haben, dann fin­de ich unter Umstän­den eine neue Frei­heit, die mich wirk­lich leben und auf­at­men lässt. Auch über die Fas­ten­zeit hinaus.

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