
FOTO: C. Berger
Geschichte des Kapuzinerklosters Feldkirch
Im Jahre 1600 hielten Kapuziner, aus der Schweiz kommend, in Feldkirch Fastenpredigten, die die Bürger sehr beeindruckten. Ihr bescheidenes und glaubwürdiges Auftreten in Lebensstil, Wort und Tat, ließ in den Feldkirchern, einschließlich des Stadtrates, den Wunsch aufkommen, ein eigenes Kloster zu gründen.
Nach mehreren Verhandlungen mit den Verantwortlichen des Kapuzinerordens kam es am 5. Februar 1602 zur Grundsteinlegung in unmittelbarer Nähe zur Stadtmauer und zur Pfarrkirche, heute des Domes. Trotz eines verheerenden Stadtbrandes im Jahre 1603 waren bis zum Spätherbst des Jahres 1605 Kirche und Kloster fertiggestellt. Am 30. November 1605 vollzog Diözesanbischof Johannes V. Flugi die Weihe des Gotteshauses. Der Hauptaltar wurde Maria und dem heiligen Franziskus geweiht.
Der wohl bekannteste Kapuziner des Klosters Feldkirch ist der heilige Fidelis von Sigmaringen, der im Jahre 1620 erstmals, später ein zweites Mal von 1621 bis zu seinem Tod, Guardian (also der Verantwortliche für die Brüdergemeinschaft) wurde. Aufgrund seiner Beliebtheit als Seelsorger und Prediger erhält er mehrfach Predigtaufträge zu Missionszwecken.
Nach der Seligsprechung von Fidelis von Sigmaringen im Jahre 1729 wurde als Anbau an die Kapuzinerkirche die Fideliskapelle mit Fideliszelle errichtet.
Die letzte Generalsanierung des Klosters wurde 2007 abgeschlossen. Heute ist das Haus ein Ort des Gebetes und der Begegnung. Viele Pilger nutzen das Pilgerzimmer, in dem sie für eine Nacht Aufnahme finden. Durch das Raumangebot beherbergen die Kapuziner in Feldkirch sowohl Gruppen als auch Einzelgäste. Der Garten wird gern von Gästen und Ortsansässigen zum Auftanken genutzt. Ein Freundeskreis unterstützt die Arbeit der Brüder vor Ort.
