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FOTO: Franziskustreff/NOI

BR. MICHAEL WIES UND BR. MICHAEL MASSEO MALDACKER

Wech­sel an der Spit­ze des Franziskustreffs

8. Janu­ar 2026

Franziskustreff zum Jahreswechsel: Veränderung und Konstanz

Nach einem erfolg­rei­chen Jahr im Fran­zis­kus­treff wur­de Ende 2025 der lang­jäh­ri­ge Lei­ter Br. Micha­el Wies ver­ab­schie­det und der neue Lei­ter Br. Micha­el Mal­d­a­cker vorgestellt. 

Für die Men­schen, die sich mor­gens vor dem Fran­zis­kus­treff ein­fin­den, sind freu­di­ge Momen­te sel­ten gewor­den und dar­um beson­ders kost­bar. Das Früh­stück ist für vie­le so ein wich­ti­ger und freu­di­ger Moment am Tag. Werk­tags und an allen christ­li­chen Fei­er­ta­gen öff­net sich für die obdach­lo­sen und in Armut leben­den Men­schen pünkt­lich um 7:45 Uhr die Tür zum Gast­raum. Die ers­ten war­ten bereits gedul­dig. In den kal­ten Mona­ten ist es anfangs still. Ein Nicken hier, ein Nicken dort. Ruhi­ge Begrü­ßun­gen. Hän­de umklam­mern die wär­men­den Tas­sen mit Kaf­fee oder Tee. In die­ser Stil­le wer­den Obdach­lo­sig­keit und Armut deut­lich spür­bar. Bevor man das Früh­stück über­haupt genie­ßen kann, heißt es: Wär­me tan­ken. Äußer­lich, aber auch innerlich.

Dann lässt die Anspan­nung der Nacht nach. Gemein­sa­me Gesprä­che und Lacher erfül­len den Raum. Den Früh­stücks­treff neben der Lieb­frau­en­kir­che als einen ver­läss­li­chen Zufluchts­ort zu wis­sen. Sich als Mensch gese­hen füh­len, jen­seits von Obdach­lo­sig­keit und Bedürf­tig­keit. Wie Gäs­te behan­delt zu wer­den und ganz selbst­ver­ständ­lich ein Früh­stück nach Wunsch ser­viert bekom­men. Das sind klei­ne Momen­te der Freude.

Seit Bru­der Wen­de­lin 1992 den Gast­raum eröff­ne­te, ermög­li­chen Jahr um Jahr zahl­rei­che Wohl­tä­te­rin­nen und Wohl­tä­ter und mitt­ler­wei­le über 60 Ehren­amt­li­che die­ses Hilfs­an­ge­bot und spen­de­ten damit auch Zuver­sicht. Auch im ver­gan­ge­nen Jahr 2025 zei­gen die Zah­len wei­ter­hin deut­lich die Not­wen­dig­keit des Ange­bots: So besuch­ten an einem Mor­gen im Durch­schnitt 180 Gäs­te den Fran­zis­kus­treff. Das macht 34 Bro­te, etwa 440 Tas­sen Kaf­fee sowie cir­ca 100 Stück Kuchen. Über das Jahr gezählt klap­per­ten über 43.000 Tel­ler auf den Tischen. Nach jedem Früh­stück lie­ßen sich im Schnitt 10–12 Gäs­te in der Sozi­al­be­ra­tung hel­fen und der Pra­xis für Woh­nungs­lo­se haben sich mitt­ler­wei­le 199 Pati­en­ten anvertraut.

Auch wenn die Zah­len zei­gen, dass Ange­bo­te wie die­ses immer mehr gebraucht wer­den, so sind sie auch Zeug­nis für Ver­trau­en. Ver­trau­en der Gäs­te in den Fran­zis­kus­treff. Und Ver­trau­en in die dort geleis­te­te Arbeit sei­tens der Men­schen, die spen­den: Undenk­bar ohne die Arbeit von Bru­der Micha­el Wies. Nach über 10 Jah­ren Wir­ken in der Frank­fur­ter Stadt­ge­sell­schaft hat er die Main­me­tro­po­le in Rich­tung Alt­öt­ting ver­las­sen. Dort erwar­ten ihn neue Auf­ga­ben im sozia­len Bereich. Ein sol­cher Wech­sel gehört zur DNA fran­zis­ka­ni­scher Gemein­schaf­ten (sie­he Inter­view hier).  Zum 10-jäh­ri­gen Jubi­lä­um und Abschied gab es für den davon­zie­hen­den Bru­der eine Fei­er­stun­de in der Lieb­frau­en­kir­che. Dem umfang­rei­chen Dank und bes­ten Wün­schen schloss sich das gan­ze Team im Fran­zis­kus­treff von Her­zen an.

Seit Anfang Janu­ar 2026 öff­net ein neu­er Mann mor­gens die Tür. Doch für die Gäs­te des Fran­zis­kus­treff wird sich in Zukunft nichts ändern. Nicht ein­mal der Name. Auf Bru­der Micha­el Wies folgt Bru­der Micha­el Mas­seo Mal­d­a­cker. Im Herbst 2024 leg­te der Ordens­mann in Salz­burg sei­ne ewi­gen Gelüb­de als Kapu­zi­ner ab. Er bezeich­net sich selbst als „Spät­hö­ren­den“ und fand erst 2019 den Weg in den Orden. Vom Kapu­zi­ner­berg im Klos­ter Salz­burg führt ihn sein Weg nun direkt an die Tür in Lieb­frau­en. „Als Kapu­zi­ner ste­he ich bei den Aus­ge­grenz­ten der Gesell­schaft. Und da bin ich rich­tig.“ 

Mehr zum Fran­zis­kus­treff erfah­ren Sie hier.

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