
FOTO: Christiane Maria Fahle
Fußwallfahrt von Werne nach Werl: mehr als eine Tradition
Zum 350. Mal machten sich Ende August Pilgerinnen und Pilger zu Fuß auf den Weg von Werne nach Werl. Die Wallfahrt bildete den Höhepunkt eines ganzen Jubiläumsjahres.
Am 29. und 30. August 2026 machten sich 375 Pilgerinnen und Pilger auf den 33 Kilometer langen Weg zur Werler Gnadenmutter. Das waren so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie seit 1986 nicht mehr. Auch eine große Zahl an Kindern und Jugendlichen nahm teil, blaue Halstücher wurden zum sichtbaren Zeichen der Verbundenheit. Weihbischof Rolf Lohmann begleitete die Gruppe, auch Kapuziner-Provinzial Br. Helmut Rakowski sowie Bruder Harald Weber aus Rochestown in Irland und Br. Bernd Beermann aus Eberswalde pilgerten mit.
In Werl wurden die Wallfahrer empfangen. Zu den Höhepunkten gehörten die Segnung des neuen Votivbildes, die Lichterandacht und das Festhochamt in der Basilika. Mehr als 100 Menschen übernachteten im Pilgerkloster; rund 120 traten am Sonntag den Rückweg nach Werne an. Dort endete das Wochenende mit einem feierlichen Einzug und einer Andacht im Kapuzinerkloster.
Die Fußwallfahrt bildete den Höhepunkt eines ganzen Jubiläumsjahres mit Festschrift, Maiandacht, Predigtreihe, Familiengottesdienst, Ausstellung im Stadtmuseum, dem Auftritt von Willibert Pauels und erstmals einer Radwallfahrt. Zahlreiche Ehrenamtliche, Vereine, Kapuziner und Unterstützer trugen zum Gelingen bei.
Die große Beteiligung und Spendenbereitschaft zeigten: Die Wallfahrt ist weit mehr als eine jahrhundertealte Tradition. Sie ist gelebter Glaube, Begegnung, Aufbruch und ein festes Stück Werne – getragen vom Leitwort: „Wenn es dir guttut, dann komm!“
