
FOTO: KAPUZINER
Mission in Albanien
Br. Andreas, Br. Christian, Sr. Gratias und Br. Jeremias leben und arbeiten im albanischen Fushë-Arrëz
Jugendfastenopfer des Bistums Dresden Meißen für Kapuziner in Albanien
Jugendliche aus dem Bistum Dresden Meißen sammeln in diesem Jahr mit dem Jugendfastenopfer Spenden für medizinische Hilfe im albanischen Fushë-Arrëz, wo die Kapuziner aktiv sind.
Mit dem Jugendfastenopfer 2026 wollen Jugendliche aus dem Bistum Dresden-Meißen ein Zeichen der Solidarität setzen: Wie das Bistum mitteilt, kommen die Spenden in diesem Jahr der Mission der Kapuziner in Fushë-Arrëz in Albanien zugute. Die Aktion beginnt am Aschermittwoch und endet zu Ostern. Spenden sind jedoch das ganze Jahr über möglich. Die Initiative für das diesjährige Projekt geht auf einen jungen Erwachsenen aus dem Bistum zurück. Ziel ist es laut Bistum, die Arbeit der Kapuziner in der nordalbanischen Kleinstadt nachhaltig zu unterstützen.
Albanien ist ein vergleichsweise kleines Land auf dem Balkan mit rund zwei Millionen Einwohnern. Seit Jahren sinkt die Bevölkerungszahl deutlich – insbesondere junge, gut ausgebildete Menschen verlassen das Land. Zurück bleiben häufig ältere und kranke Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. In Fushë-Arrëz engagieren sich Kapuziner gemeinsam mit einer Franziskanerschwester für die Bevölkerung. Neben Seelsorge und einem Kindergarten betreiben sie vor allem eine Ambulanz für Menschen, die sich ärztliche Versorgung sonst nicht leisten könnten.
Das staatliche Gesundheitssystem ist vielerorts unzureichend, viele Behandlungen müssen privat bezahlt werden. Für zahlreiche Familien ist das nicht finanzierbar. An den Behandlungstagen suchen bis zu 50 Patientinnen und Patienten die Ambulanz auf. Die Arbeit wird ausschließlich durch Spenden ermöglicht. Dennoch fehlt es oft am Nötigsten: Verbandsmaterial, Medikamente, Desinfektionsmittel – selbst Schmerzmittel sind keine Selbstverständlichkeit.
Unterstützung erhält das Team vor Ort ab August durch Anton Schreiber, einem jungen Erwachsenen aus dem Bistum Dresden Meißen. Neben der Arbeit in der Ambulanz gehören auch Hausbesuche in entlegenen Bergdörfern zum Einsatzgebiet – verbunden mit schwierigen Straßenverhältnissen und hohen Kosten (eine aktuelle Dokumentation über die Arbeit finden Sie in der Arte-Mediathek). Die Helfer begegnen dort oftmals dramatischen Lebenssituationen: schwer erkrankte Familienangehörige, soziale Notlagen und unzureichende Wohnverhältnisse. Hilfe bedeutet hier nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch Ermutigung, praktische Unterstützung und konkrete Verbesserungen der Lebensbedingungen.
Das Jugendfastenopfer bietet nach Bistumsangaben Jugendgruppen die Möglichkeit, sich mit einem europäischen Land auseinanderzusetzen und sich aktiv für einen guten Zweck einzusetzen. Neben der klassischen Kollekte im Gottesdienst sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.
