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FOTO: Br. Mar­tin Barmettler

Mattenkapitel 2026

Fran­zis­ka­ner, Mino­ri­ten und Kapu­zi­ner in Vierzehnheiligen

26. Juni 2026

„Die Welt ist unser Kloster“: Mattenkapitel 2026 in Vierzehnheiligen

In der Pfingst­wo­che tra­fen sich die deutsch­spra­chi­gen Fran­zis­ka­ner, Mino­ri­ten und Kapu­zi­ner zu einem brü­der­li­chen „Mat­ten­ka­pi­tel“ in Fran­ken. Zeit für Vor­trä­ge, Aus­flü­ge, Begeg­nung, Aus­tausch und Gebet.

In der Pfingst­wo­che fand im Diö­ze­san­haus Vier­zehn­hei­li­gen ein Tref­fen der deutsch­spra­chi­gen Fran­zis­ka­ner, Mino­ri­ten und Kapu­zi­ner statt. 70 Brü­der aus Deutsch­land, Öster­reich, der Schweiz, aber auch aus den Nie­der­lan­den, Irland, Alba­ni­en und Peru waren ange­reist, um vier Tage brü­der­li­che Begeg­nung und Gedan­ken­aus­tausch zu erleben. 

„Die Welt ist unser Klos­ter. Signa­tu­ren unse­rer Zeit“ lau­te­te das Mot­to der Ver­an­stal­tung. Signa­tu­ren unse­rer Zeit erkann­ten die Ordens­leu­te in den Schrump­fungs­pro­zes­sen der Ordens­ge­mein­schaf­ten, in den krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen, in der Digi­ta­li­sie­rung sowie der media­len Prä­gung und Wahr­neh­mung, in der Bedro­hung der Demo­kra­tie und in den Her­aus­for­de­run­gen einer sozi­al-öko­lo­gi­schen Transformation.

Von ver­schie­de­nen Blick­win­keln aus betrach­te­ten die fran­zis­ka­ni­schen Ordens­leu­te in die­sen Tagen die Welt: In einem geist­li­chen Gespräch beschäf­tig­ten sich die Brü­der mit aktu­el­len Kri­sen im Orden und zum Umgang mit der aktu­el­len Situa­ti­on. Bischof Sta­nis­law Schy­ro­ko­rad­juk der Diö­ze­se Odes­sa (Ukrai­ne) beleuch­te­te in einem Vor­trag sei­ne Völ­ker­ge­mein­schaft in der Kri­se und berich­te­te, wie die Leu­te in der Ukrai­ne mit Krieg und der stän­di­gen Bedro­hung durch Droh­nen­an­grif­fe umge­hen. In der Basi­li­ka fei­er­te er mit den Brü­dern einen fest­li­chen Gottesdienst.

Neben zahl­rei­chen Ange­bo­ten stand auch das The­ma „Social Media“ auf der Agen­da der Ordens­leu­te: Der Bene­dik­ti­ner Br. Lukas Bowing aus der Abtei Nüt­schau bei Ham­burg, der auf Insta­gram, Tik­Tok und im Pod­cast­for­mat „Mönch, ärge­re dich nicht“ unter­wegs ist, zeig­te an prak­ti­schen Bei­spie­len, wie die Kir­che noch stär­ker in den sozia­len Medi­en unter­wegs sein könn­te. Br. San­desh Manu­el, ein indi­scher Fran­zis­ka­ner aus Wien, gestal­te­te mit sei­ner Gitar­re und selbst kom­po­nier­ten Lie­dern einen musi­ka­li­schen Abend.

Text: Maxi­mi­li­an Feigl

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