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FOTO: KAPU­ZI­NER

Neue Provinzleitung

Der neue Pro­vin­zi­al Br. Yoseph Sina­ga (3. von rechts) mit sei­nem Lei­tungs­team und dem Gene­ral­mi­nis­ter der Kapu­zi­ner Br. Rober­to Genu­in (4. von rechts) 

1. Sep­tem­ber 2025

Neue Kapuzinerprovinz in Sibolga in Indonesien

Am 5. August ist im indo­ne­si­schen Sibol­ga eine neue Kapu­zi­ner­pro­vinz gegrün­det wor­den. Im Jahr 1929 kamen die ers­ten Kapu­zi­ner als Mis­sio­na­re ins Land. Ein deut­scher Kapu­zi­ner lebt noch vor Ort. 

Mit rund 800 Gäs­ten haben die Kapu­zi­ner der neu­en Pro­vinz Sibol­ga in Indo­ne­si­en die Grün­dung ihrer neu­en Pro­vinz gefei­ert. Unter ande­rem waren der Gene­ral­mi­nis­ter des Ordens, Br. Rober­to Genu­in, sowie der Pro­vin­zi­al der deut­schen Kapu­zi­ner­pro­vinz, Br. Hel­mut Rakow­ski, nach Indo­ne­si­en gekom­men. Ein­ge­rahmt von einer Eucha­ris­tie­fei­er, von Tän­zen und Gesangs­dar­bie­tun­gen sowie einem Fest­mahl für alle und beglei­tet vom Batak-Schlacht­ruf „Horas“, erklär­te Br. Rober­to die Pro­vinz Sibol­ga für errichtet.

Der Orden geht in die­ser Regi­on auf das Jahr 1929 zurück. Damals kam der Nie­der­län­der Br. Chry­so­lo­gus Tim­mer­mans als ers­ter Kapu­zi­ner in die heu­ti­ge Stadt Sibol­ga auf der gleich­na­mi­gen Insel. Er wur­de zum Pio­nier der Seel­sor­ge und grün­de­te die Pfar­rei St. The­re­sia von Lisieux, die spä­ter zur Kathe­dra­le der Diö­ze­se Sibol­ga wur­de. 1939 gin­gen dann die ers­ten hol­län­di­schen Mis­sio­na­re auf die vor­ge­la­ger­te Insel Nias. 1955 über­nah­men Brü­der der ehe­ma­li­gen Rhei­nisch-West­fä­li­schen Pro­vinz die Mis­si­on in Sibol­ga und Nias, nach­dem sie aus Chi­na ver­trie­ben wor­den waren. 1962 kamen Süd­ti­ro­ler Mis­sio­na­re dazu.

Br. Yoseph Sina­ga wur­de zum neu­en Pro­vin­zi­al ernannt. Der Kapu­zi­ner berich­tet, dass es heu­te auf dem Pro­vinz­ge­biet ins­ge­samt 96 Kapu­zi­ner gibt. 56 Brü­der haben ewi­ge Gelüb­de, die übri­gen sind in der Aus­bil­dung. 14 Pos­tu­lan­ten berei­ten sich auf das Novi­zi­at vor. Noch immer gibt es ein ste­ti­ges Wachs­tum. Die Zukunft der Pro­vinz sieht dank der vie­len jun­gen Brü­der und der anhal­ten­den Beru­fun­gen posi­tiv aus.

In der gro­ßen Fest­hal­le war ein Stuhl mit dem Wort „Mis­sio­nar“ reser­viert. Dar­auf nahm Br. Mar­ti­ni­an Grütz­ner Platz. Der 87-jäh­ri­ge deut­sche Ordens­mann ist der letz­te ver­blie­be­ne Mis­sio­nar in Sibol­ga. Der Ber­li­ner hat unzäh­li­ge Kir­chen und Ordens­häu­ser gebaut und arbei­tet noch in sei­nem hohen Alter an einem Stein­al­tar, den er selbst behaut. Ein zwei­ter deut­scher Mis­sio­nar, Br. Johan­nes Häm­mer­le, lebt in Indo­ne­si­en in der eigen­stän­di­gen Kus­to­die Nias.

In den ver­gan­ge­nem fast ein­hun­dert Jah­ren haben die Kapu­zi­ner gemein­sam mit ver­schie­de­nen Schwes­tern­ge­mein­schaf­ten die Kir­che vor Ort auf­ge­baut und sich nach und nach aus vie­len Wer­ken zurück­ge­zo­gen. Schu­len und Sozi­al­ein­rich­tun­gen wer­den heu­te von loka­len Ordens­ge­mein­schaf­ten und vom Bis­tum ver­ant­wor­tet. Der neue Pro­vin­zi­al, Br. Yoseph, sieht die Haupt­auf­ga­be des Ordens in der Wei­ter­bil­dung der Gläu­bi­gen: „Die Schul­aus­bil­dung ist heu­te viel bes­ser gere­gelt. Wir küm­mern uns ver­stärkt um die Glau­bens­bil­dung. Exer­zi­ti­en und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­te gehö­ren neben der all­ge­mei­nen Seel­sor­ge zu unse­ren Haupttätigkeiten.“

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