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24. Dezem­ber 2025

Weihnachten: Staunen und sich bewegen lassen!

Wir gehen unse­ren Weg durch die­se Welt an Got­tes Hand: Dar­an erin­nert uns jedes Jahr das Kind in der Krip­pe. Ein Weih­nachts­im­puls von Br. Hel­mut Rakowski.

Wann haben Sie zum letz­ten Mal stau­nend gedacht: „Wow“? Ich mer­ke bei mir selbst, dass ich oft über die nega­ti­ven Din­ge stau­ne: „Dass der sich das traut!“, „Dass so etwas mög­lich ist!“, „Ganz schön dreist!“ Das Bild unse­res Weih­nachts­gru­ßes zeigt in die­sem Jahr eine klei­ne Hand, die nach einer viel grö­ße­ren Hand greift. Dar­über steht das Wort: „Stau­ne!“

An Weih­nach­ten kommt Gott auf uns zu – er streckt uns sei­ne klei­ne Hand ent­ge­gen. Las­sen wir uns berüh­ren. Las­sen wir uns ergrei­fen. Ergrif­fen­heit ist dabei mehr als ein kur­zer, sen­ti­men­ta­ler Moment zum Fest. Ergrif­fen­sein meint: Ich ver­traue mich Got­tes Hand an. Ich las­se mich führen.

Ver­än­de­run­gen und Wan­del prä­gen unser Leben, sind oft mit Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Und selbst dort, wo schein­bar alles beim Alten bleibt, erin­nert uns Weih­nach­ten dar­an, in wes­sen Hand wir wirk­lich leben. Nicht unse­re per­sön­li­chen Idea­le ste­hen im Zen­trum, erst recht nicht unser eige­nes Anse­hen. Wir legen unser Leben in die klei­ne Hand, die uns Leben ver­heißt. Es ist die­se fran­zis­ka­ni­sche Erfah­rung, die Gott im Klei­nen erkennt. Und wir wis­sen, wel­che Kraft Kin­der haben, wenn sie uns an die Hand neh­men und sagen: „Komm mit!“

Im kom­men­den Jahr bege­hen wir den 800. Todes­tag des hei­li­gen Fran­zis­kus. Er woll­te in die­ser Welt nie wirk­lich ankom­men. Nichts bleibt für immer – egal, was wir pla­nen, orga­ni­sie­ren oder auf­bau­en. Gott, den Fran­zis­kus mit gan­zem Her­zen such­te, bleibt immer einen Schritt vor­aus. Man kann ihn nicht fest­hal­ten. Bona­ven­tura fass­te die­ses Lebens­ge­fühl und Glau­bens­pro­gramm in einem Wort zusam­men: Tran­si­tus, das heißt Hinübergang.

Unser Leben ist kein Weg im Kreis, es ist ein Über­gang. Und gera­de dar­in dür­fen wir sicher sein: Wir gehen an Got­tes Hand. Und genau das fei­ern wir an Weih­nach­ten. Ich wün­sche Ihnen die Erfah­rung, gehal­ten zu sein, geführt zu wer­den und nicht ver­lo­ren gehen zu kön­nen. Möge uns alle an die­sem Weih­nachts­fest das Stau­nen über Gott neu bewegen.

Ich wün­sche Ihnen fro­he Weihnachten!

Br. Hel­mut Rakowski
Pro­vin­zi­al­mi­nis­ter der Kapu­zi­ner in Bel­gi­en, Deutsch­land, den Nie­der­lan­den und Tei­len Österreichs

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